
Das Sperren oder Zulassen von Apps auf Android- und iOS-Geräten ist für Unternehmen unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Arbeitszeit der Mitarbeiter nicht mit arbeitsfremden Apps verschwendet wird. Im Zuge der digitalen Transformation haben Mitarbeiter häufig Zugriff auf diverse Apps, darunter Unterhaltungs- und Spiele-Apps, die über Plattformen wie den Google Play Store und den Apple App Store verfügbar sind.
Darüber hinaus kann der Zugriff auf nicht vertrauenswürdige Apps zur Installation von Schadsoftware auf Geräten führen und somit eine ernsthafte Bedrohung für kritische Unternehmensdaten darstellen. Um den Zugriff auf nicht autorisierte Apps auf Unternehmensgeräten zu verhindern, kann ein Mobile-Device-Management-Tool (MDM) Abhilfe schaffen.
Mit Scalefusion MDM können IT-Administratoren umfassende Geräterichtlinien erstellen, die festlegen, welche Apps zugelassen und welche blockiert werden sollen. Durch die Definition dieser Richtlinien für Unternehmensgeräte können IT-Administratoren Apps sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräten problemlos auf die Whitelist setzen.
Während Kiosk-Software die Whitelisting oder Blacklisting von Apps auf Android- und iOS-Geräten unterstützt, ermöglicht Scalefusion mit zusätzlichen Kiosk-Management-Funktionen eine umfassende Fernverwaltung.
In diesem Artikel werden wir erläutern, wie man Apps auf Android- und iOS-Geräten, die über MDM verwaltet werden, auf die Whitelist oder Blacklist setzt.
Was ist App-Whitelisting?
App-Whitelisting oder Zulassungsliste Whitelisting ist eine Sicherheitstechnik, die nur einer vorab genehmigten Liste von Softwareanwendungen, Bibliotheken oder Skripten die Ausführung in einem Netzwerk oder auf einem Gerät erlaubt. Versucht ein Benutzer, eine Anwendung zu installieren oder zu starten, die nicht auf der Whitelist steht, wird dies blockiert.
Die App-Whitelist funktioniert wie eine standardmäßige Ablehnungsrichtlinie und stellt sicher, dass nur vertrauenswürdige Apps ausgeführt werden. Sie erhöht die Sicherheit, steigert die Produktivität, verhindert die Installation unautorisierter Software und entfernt Bloatware.
Die App-Whitelist wird häufig im Kioskmodus oder in Unternehmensumgebungen eingesetzt und oft in Kombination mit anderen Sicherheitsrichtlinien verwendet, um ein Gerät vollständig abzusichern. Dadurch wird sichergestellt, dass keine nicht autorisierten Apps, einschließlich Schadsoftware oder ablenkender Apps, genutzt werden können.
Was ist eine App-Blacklist?
App-Blacklisting ist eine Cybersicherheitsmaßnahme, die die Ausführung bestimmter nicht autorisierter Software oder ausführbarer Dateien in einem Netzwerk oder auf einem Computer verhindert. Es fungiert als Sperrliste, die bekannte schädliche oder unerwünschte Programme blockiert, während alle anderen Apps standardmäßig zugelassen werden.
Die App-Sperrliste ist ein Sicherheitsfilter, der gestartete Apps in Echtzeit mit einer Datenbank verbotener Elemente abgleicht. Sie trägt zur Sicherheit, Produktivität und zur Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und Unternehmensvorgaben bei.
Methoden der App-Whitelistung
1. Dateipfadbasierte Whitelistung
Wenn Sie Apps mithilfe eines Dateipfads auf die Whitelist setzen, dürfen diese nur ausgeführt werden, wenn sie sich in einem bestimmten Verzeichnis oder Dateipfad befinden.
Nachteile:
- Lässt sich leicht umgehen, indem Schadsoftware in einen zugelassenen Ordner kopiert wird.
- Schlägt fehl, wenn die App aktualisiert und an einem anderen Ort installiert wird.
- Für dynamische mobile Umgebungen wie Android und iOS ist dies nicht praktikabel.
- Keine zentrale Übersicht oder Kontrolle.
2. Dateinamenbasierte Whitelistung
Diese Methode ermöglicht es, Apps anhand ihres Dateinamens auszuführen (z. B. app.apk oder app.exe).
Nachteile:
- Lässt sich extrem leicht umgehen, indem man die schädlichen Dateien umbenennt.
- Keine Überprüfung der Dateiintegrität.
- Manipulierte oder neu verpackte Apps können nicht erkannt werden.
- Unwirksam gegen moderne mobile Bedrohungen.
3. Whitelisting basierend auf der Dateigröße
Apps werden nur dann genehmigt, wenn ihre Dateigröße einer vordefinierten Spezifikation entspricht.
Nachteile:
- Kleinere Updates verändern die Dateigröße und verstoßen gegen Richtlinien.
- Schadsoftware kann die Dateigröße imitieren, um einer Erkennung zu entgehen.
- Keine Echtheitsprüfung.
- Für Unternehmensanwendungs-Ökosysteme nicht skalierbar.
4. Whitelisting basierend auf kryptografischen Hash-Werten/digitalen Signaturen
Apps werden nur dann genehmigt, wenn ihr kryptografischer Hash oder ihre Herausgebersignatur mit einem vertrauenswürdigen Wert übereinstimmt.
Nachteile:
- Bei jedem App-Update ändert sich der Hashwert, was eine manuelle Neukonfiguration erfordert.
- Für große Flotten ist der Betrieb aufwändig.
- Vereinfacht weder die Bereitstellung noch die Richtlinienverwaltung.
- Fehlende Durchsetzungsmöglichkeiten auf Geräteebene auf Mobilgeräten ohne ein entsprechendes Management-Framework.
5. MDM-basierte App-Whitelist (empfohlene Vorgehensweise)
Apps werden mithilfe zentralisierter Richtlinien, die über eine MDM-Plattform wie Scalefusion durchgesetzt werden, auf eine Whitelist gesetzt. Administratoren definieren zugelassene Apps einmalig und verteilen die Richtlinien remote auf Android- und iOS-Geräte wie Samsung und Apple.
Lesen Sie auch bitte: Wie setze ich eine Website auf die Whitelist?

Warum MDM-Whitelisting eine strategische Entscheidung ist
Im Gegensatz zu statischen Methoden (Dateipfad, Name, Größe oder Hash) arbeitet die MDM-gesteuerte Whitelist auf der Gerätesteuerungsebene und nicht auf Dateiebene.
- Eliminiert manuellen Aufwand: Es ist nicht nötig, Hashes zu verfolgen oder Richtlinien nach jedem App-Update neu zu konfigurieren.
- Gewährleistet Echtzeitsteuerung: Nicht autorisierte Apps können auf allen Ihren Android- oder iOS-Geräten sofort blockiert werden.
- Lässt sich mühelos skalieren: Einheitliche App-Richtlinien lassen sich in wenigen Minuten auf Tausende von Geräten anwenden.
- Verringert das Sicherheitsrisiko: Verhindert Sideloading, Schatten-IT und unautorisierte Installationen.
- Ermöglicht die Einhaltung von Vorschriften und die Bereitschaft für Audits: Zentrale Transparenz und Berichterstattung gewährleisten.
Für Unternehmen, die firmeneigene, Kiosk- oder BYOD-Geräte verwalten, ist MDM-basiertes Whitelisting komfortabel, betrieblich effizient, risikomindernd und zukunftssicher. Wenn es um eine sichere und skalierbare App-Kontrolle für Android und iOS geht, ist MDM unverzichtbar.
Effizient, risikominimierend und zukunftssicher. Wenn das Ziel eine sichere und skalierbare App-Kontrolle für Android und iOS ist, ist MDM unverzichtbar.
Wie man Apps auf Android-Geräten auf die Whitelist setzt
1. Registrieren Sie zunächst Ihre Android-Geräte bei Scalefusion. Navigieren Sie im Scalefusion-Dashboard zum Bereich „Geräteverwaltung“. Wählen Sie das Geräteprofil aus, um Apps auf die Whitelist zu setzen. Legen Sie Scalefusion als Launcher fest.

2. Legen Sie Scalefusion als Launcher fest. Wählen Sie im Abschnitt „Apps auswählen“ des Geräteprofils die Apps aus, die für die ausgewählten Geräteprofile zugelassen werden sollen. Nicht ausgewählte Apps werden automatisch gesperrt.

3. Alternativ können Sie Apps auf Android blockieren Geräte durch Sperrung der Apps im Abschnitt „Geräteprofil bearbeiten“.

4. Sie können auch nach Apps suchen und diese auf die Whitelist setzen.

So fügen Sie Apps auf iOS-Geräten zur Whitelist hinzu
1. Navigieren Sie im Scalefusion-Dashboard zum Abschnitt „Geräteprofile & Richtlinien“. Wählen Sie das iOS-Geräteprofil aus, um Apps auf die Whitelist oder Blacklist zu setzen.

2. Wählen Sie im Abschnitt „Apps auswählen“ die Apps aus, die Sie auf die Whitelist setzen möchten. Das Whitelisting von Apps ist nur auf überwachten iOS-Geräten verfügbar.

3. Alternativ können Sie Apps auf iOS-Geräten blockieren, indem Sie die Apps im Abschnitt „Geräteprofil bearbeiten“ auf die Blacklist setzen.

4. Sie können verfügbare Apps auf die Blacklist oder Whitelist setzen.

Vereinfachen Sie die Zulassungs- und Sperrlisten von Apps mit Scalefusion.
Scalefusion Bietet umfassendes App-Management für Android- und iOS-Geräte und ermöglicht IT-Teams die zentrale und einheitliche Kontrolle über die auf ihren Geräten ausgeführten Apps. Die Whitelist-Funktion trägt maßgeblich dazu bei, dass Mitarbeiter nicht abgelenkt werden, Unternehmensgeräte nicht missbraucht werden und die Datenkosten stets im Rahmen bleiben. Durch die Zulassung ausschließlich genehmigter Anwendungen und die Blockierung unnötiger oder riskanter Apps schaffen Unternehmen eine sicherere, fokussiertere und richtlinienbasierte digitale Umgebung. Dies steigert nicht nur die Produktivität, sondern erhöht auch die allgemeine Gerätesicherheit und vereinfacht die laufende Geräteverwaltung im großen Maßstab.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie kann ich eine App auf die Whitelist setzen?
Sie können eine App auf die Whitelist setzen, indem Sie sie in den Verwaltungseinstellungen des Geräts zur Liste der zulässigen Apps hinzufügen. In Unternehmensumgebungen erfolgt dies üblicherweise über ein MDM-System, um Richtlinien geräteübergreifend durchzusetzen.
2. Wie füge ich eine App zu meiner Whitelist hinzu?
Wählen Sie die App aus und fügen Sie sie Ihrer Richtlinie für genehmigte oder zugelassene Apps hinzu. Mit MDM können Sie diese Konfiguration remote auf mehrere Geräte gleichzeitig verteilen.
3. Was ist der Whitelist-Modus?
Der Whitelist-Modus erlaubt nur die Ausführung vorab genehmigter Apps auf einem Gerät. Er wird üblicherweise über MDM für Kiosksysteme, firmeneigene oder dedizierte Geräte aktiviert.
4. Wie kann ich Apps aus unbekannten Quellen zulassen?
Unternehmen installieren Anwendungen üblicherweise nur aus genehmigten Quellen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Bei verwalteten Installationen ermöglicht MDM Administratoren die sichere Kontrolle und Einschränkung nicht autorisierter Anwendungsinstallationen.


