Was ist URL-Phishing? Wie schützt man sich?

Veröffentlicht 2. April 2025 by Snigdha Keskar in Veltar

Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter erhält eine Phishing-E-Mail von Ihrem Serveranbieter mit einem schädlichen Link zu einem Dokument. Er klickt darauf, in der Annahme, es sei sicher, und landet schließlich auf einer gefälschten Webseite, die darauf abzielt, sensible Unternehmensdaten zu stehlen.

Was passiert jetzt? Sind Ihre gesamten Geschäftsdaten gefährdet?

Dies ist die Essenz des URL-Phishings.

Was ist URL-Phishing

Cyberkriminelle manipulieren Website-URLs, um Unternehmen zur Preisgabe wertvoller Daten zu verleiten. Das Internet bietet immense Vorteile für Geschäftsabläufe. Es birgt aber auch versteckte Risiken für Ihr Unternehmen. Phishing-Angriffe zählen zu den größten Bedrohungen für Ihre Cybersicherheit. Laut GreatHorn sind 57 % der Unternehmen täglich oder wöchentlich von Phishing-Angriffen betroffen, und fast 1.2 % aller versendeten E-Mails sind schädlich. [1]

Was ist URL-Phishing?

URL-Phishing ist eine betrügerische Technik, mit der Cyberkriminelle Nutzer auf gefälschte Webseiten locken. Diese Webseiten sehen zwar seriös aus, sind aber darauf ausgelegt, persönliche Daten zu stehlen. Bei einem URL-Phishing-Angriff wird die Webadresse so verändert, dass sie einer legitimen Webseite wie der einer Bank, dem Intranet eines Unternehmens oder einer Regierungsbehörde ähnelt. 

Das Ziel? Benutzer dazu zu bringen, zu klicken und ihnen vorzugaukeln, dass es sicher sei, und dann vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen zu stehlen.

Anders als bei herkömmlichen Phishing-Angriffen, die E-Mails oder SMS nutzen, konzentriert sich URL-Phishing auf die Manipulation von Webadressen. Diese URLs sehen überzeugend aus und wiegen die Opfer in falscher Sicherheit.

Wie funktioniert URL-Phishing?

URL-Phishing-Angriffe werden mithilfe irreführender Webadressen durchgeführt, die auf den ersten Blick legitim erscheinen. Cyberkriminelle nutzen häufig verschiedene Techniken, um URLs zu maskieren oder zu verändern, damit sie vertrauenswürdig erscheinen.

So könnte ein typischer URL-Phishing-Angriff ablaufen:

  1. Der Angreifer erstellt eine gefälschte Website: Eine Phishing-Website ist so gestaltet, dass sie identisch mit einer echten Website aussieht, beispielsweise einer Bank oder einer Social-Media-Plattform.
  2. Erstellen der URL: Der Angreifer generiert dann eine URL, die der Webadresse der legitimen Site sehr ähnlich ist, jedoch geringfügige Unterschiede aufweist. Dies kann Folgendes umfassen:
    • Ändern Sie einen oder zwei Buchstaben (z. B. „goggles.com"Statt"google.com").
    • Die Verwendung einer anderen Top-Level-Domain (z. B. „google.co"Statt"google.com").
    • Hinzufügen zusätzlicher Zeichen oder Symbole, damit die URL echt aussieht.
  3. Senden des Links: Der Angreifer versendet diese gefälschte URL per E-Mail, SMS oder sogar über soziale Medien. Das Opfer klickt auf den Link, weil es denkt, es handele sich um eine legitime Website.
  4. Informationen sammeln: Sobald das Opfer seine persönlichen Daten eingibt, sammelt der Angreifer die Informationen für böswillige Zwecke, beispielsweise Identitätsdiebstahl oder Finanzbetrug.

Wie Sie sehen, ist URL-Phishing für Cyberkriminelle eine äußerst effektive Methode, Ihr Vertrauen auszunutzen und vertrauliche Daten zu stehlen.

Arten von URL-Phishing-Techniken

Cyberkriminelle manipulieren URLs auf verschiedene Weise, sodass es für Benutzer schwieriger wird, den Betrug zu erkennen. Hier sind die häufigsten Arten von URL-Phishing:

Dies ist die wohl häufigste und einfachste Form des URL-Phishings. Beim maskierten Link-Phishing erstellt der Angreifer einen Hyperlink, der scheinbar zu einer legitimen Website führt. Beim Anklicken der URL wird der Nutzer jedoch auf eine schädliche Website weitergeleitet. Der Trick dabei ist, dass der sichtbare Text des Links vertrauenswürdig aussieht, die tatsächliche URL im Hintergrund jedoch irreführend ist.

Beispielsweise:

  • Angezeigter Link: „Klicken Sie hier, um Ihr Passwort zurückzusetzen.“
  • Tatsächlicher Link: „http://evilwebsite.com/fake-login“

2. Weiterleitung öffnen

Beim Open-Redirect-Phishing wird die URL einer legitimen Website verwendet, um Benutzer auf eine betrügerische Website umzuleiten. Ein Angreifer könnte eine bekannte Website wie Google, Facebook oder PayPal ausnutzen, um einen Link zu erstellen, der zunächst scheinbar zu einer vertrauenswürdigen Domain führt, das Opfer dann aber schnell auf eine schädliche Website umleitet.

Der Link könnte beispielsweise so aussehen: „https://www.paypal.com/redirect?url=http://phishingsite.com“

Hier erscheint die Domäne von PayPal legitim, der Link leitet jedoch auf eine Phishing-Site weiter, die versucht, Ihre Anmeldeinformationen zu stehlen.

3. Verschleierung von Malware mit Bildern

Beim Verschleiern von Malware mit Bildern versteckt der Angreifer bösartige URLs hinter Bildern oder anderen visuellen Elementen einer Website. Diese Bilder können als Schaltflächen oder Links getarnt sein, die den Nutzer beim Anklicken auf eine betrügerische Website führen. Diese Methode nutzt die Tatsache aus, dass Nutzer sichtbaren Inhalten auf einer Webseite oft mehr vertrauen als URLs in der Adressleiste.

Ein Angreifer könnte beispielsweise das Bild einer Schaltfläche „Anmelden“ mit einem versteckten Link einbetten, der das Opfer beim Anklicken auf eine Phishing-Website weiterleitet.

Beispiele für URL-Phishing

URL-Phishing kann viele Formen annehmen und wird oft als dringende oder kritische Nachricht getarnt, um Sie zum schnellen Handeln zu bewegen. Hier sind einige gängige Beispiele für URL-Phishing:

1. Benachrichtigung bei gehacktem Konto

Eine gängige Phishing-Masche ist die sogenannte „Konto-Sicherheitswarnung“. Angreifer versenden eine E-Mail, in der sie Sie vor der angeblichen Kompromittierung Ihres Bank- oder Social-Media-Kontos warnen. Die E-Mail enthält einen Link zu einer Webseite, auf der Sie aufgefordert werden, Ihr Passwort zurückzusetzen. Dieser Link führt Sie jedoch auf eine betrügerische Webseite, die Ihre Zugangsdaten stehlen soll.

2. FedEx-Lieferung

Ein weiteres Beispiel ist der sogenannte „FedEx-Lieferbetrug“. Sie erhalten eine E-Mail, in der behauptet wird, es gäbe ein Problem mit Ihrer Paketzustellung, zusammen mit einem Link zur Sendungsverfolgung. Dieser Link führt zu einer Phishing-Website, die nach Ihren persönlichen Daten oder Zahlungsdetails fragt, angeblich im Austausch für Ihre Lieferung.

3. CEO-Mail-Betrug

Bei einer CEO-Betrugsmasche werden URL-Phishing-Angriffe eingesetzt, um Führungskräfte zu imitieren und Mitarbeiter zur Überweisung von Geld oder sensiblen Daten zu verleiten. Die E-Mail scheint vom CEO zu stammen und enthält einen Link, der dem Intranet oder Zahlungssystem des Unternehmens nachempfunden ist, aber zu einer gefälschten Webseite führt. Eine Sicherheitsanalyse von Millionen von E-Mails ergab, dass 6 % der Bedrohungen auf Business-E-Mail-Kompromittierung oder CEO-Betrug zurückzuführen sind.[2]

Wie erkennt man URL-Phishing-Angriffe?

Einen URL-Phishing-Versuch zu erkennen, ist nicht immer einfach. Cyberkriminelle gehen in letzter Zeit immer raffinierter vor. Es gibt jedoch einige Strategien, mit denen Sie sich schützen können:

1. Ignorieren Sie die Anzeigenamen nicht.

Einer der häufigsten Fehler ist die Annahme, der Anzeigename (der Text in einer E-Mail oder Textnachricht) sei vertrauenswürdig. Überprüfen Sie die tatsächliche URL immer doppelt, um sicherzustellen, dass die Quelle legitim ist.

2. Überprüfen Sie die URL

Schauen Sie sich die URL selbst genau an. Phishing-URLs enthalten oft subtile Fehler wie zusätzliche Zeichen, Rechtschreibfehler oder alternative Domänen, die fast identisch mit der echten aussehen.

Beispielsweise „g00gle.com“ statt „google.com“.

3. Domänen überprüfen

Überprüfen Sie immer den Domainnamen der Website, die Sie besuchen. Wenn Sie sensible Daten eingeben, stellen Sie sicher, dass es sich um die offizielle Domain handelt (z. B. „www.paypal.com“ oder „www.amazon.com“). Phishing-Websites verwenden möglicherweise leicht abweichende Domains, wie z. B. „paypall.com“ oder „amaz0n.com“.

Strategien zur Verhinderung von URL-Phishing

Das Erkennen und Verhindern von URL-Phishing erfordert sowohl Wachsamkeit als auch die richtigen Anti-Phishing-Tools. Hier sind einige Strategien, die dabei helfen können:

1. URL-Filterung

URL-Filterung Tools blockieren Phishing-Websites, indem sie URLs mit bekannten Bedrohungsdatenbanken abgleichen. Lösungen wie Scalefusion Veltar ermöglichen es Unternehmen, bestimmte URLs je nach Bedarf zuzulassen oder zu blockieren. Mithilfe von Domain-Whitelisting können Organisationen den Zugriff von Webbrowsern auf genehmigte Websites beschränken und so verhindern, dass Benutzer auf schädliche oder nicht autorisierte Seiten gelangen. Dies erhöht die Sicherheit, gewährleistet die Einhaltung von Vorschriften und reduziert das Phishing-Risiko.

Diese Tools bieten Echtzeitschutz und ermöglichen Administratoren die Anpassung von URL-Zugriffsregeln. Dies schützt Mitarbeiter vor schädlichen Links und verringert das Risiko von Phishing-Angriffen. Dies trägt zum Schutz von Unternehmensdaten und zur Gewährleistung sicherer Navigation bei. 

2. Überprüfen Sie die Domain-Reputation

Verwenden Sie Tools, um die Reputation einer Domain zu überprüfen. Wenn eine Website einen verdächtigen Ruf hat, sollten Sie sie am besten nicht besuchen. Viele Sicherheitsdienste bieten Domain-Reputationsprüfungen als Teil ihres umfassenden Schutzes an.

3. DMARC-Verifizierung

DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance) ist ein Protokoll, das E-Mails authentifiziert und deren Fälschung verhindert. Die Aktivierung der DMARC-Verifizierung für Ihre E-Mails ist hier entscheidend. Sie verhindert, dass Angreifer sich als vertrauenswürdige Websites oder Organisationen ausgeben.

Verhindern Sie URL-Phishing mit der Veltar-URL-Filterung

Unkontrollierte Phishing-Betrügereien führen zu massiven Sicherheitsverletzungen, Geldstrafen und Vertrauensverlust. Große Unternehmen riskieren finanzielle Schäden und Reputationsverluste. Kleine Unternehmen riskieren den kompletten Stillstand. Hacker stehlen Daten, kapern Konten und verbreiten Ransomware. Ein Klick kann eine Katastrophe auslösen.

Scalefusion Veltar Es geht über den grundlegenden Schutz hinaus und bietet mit seinen funktionsreichen Tools proaktive Sicherheit. URL-Filterung, VPN-Tunnel und sicherer Fernzugriff sind nur der Anfang. Es blockiert irreführende URLs, die bei Phishing-Angriffen verwendet werdenVeltar verhindert, dass Nutzer sensible Informationen preisgeben. Die leistungsstarken Sicherheitsfunktionen reagieren nicht nur auf Bedrohungen, sondern antizipieren sie und sorgen so dafür, dass Ihr Unternehmen immer einen Schritt voraus ist. 

Mit Veltar haben Sie die Gewissheit, dass Ihr Unternehmen vor Phishing-Betrug und Cyberrisiken geschützt ist, bevor diese Schaden anrichten können.

Referenzen: (Die Referenzliste bleibt in der wissenschaftlichen Zitierweise erhalten)

  1. GreatHorn-Bericht
  2. Phishing-Statistiken

Häufig gestellte Fragen

1. Wie funktioniert URL-Phishing?

Angreifer manipulieren Website-Adressen, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Sie verwenden beispielsweise maskierte Links, offene Weiterleitungen oder gefälschte Domains, die echten stark ähneln. Sobald ein Opfer darauf klickt, wird es auf eine betrügerische Website umgeleitet, auf der Angreifer versuchen, vertrauliche Daten abzugreifen.

Wenn Sie auf einen Phishing-Link klicken, gelangen Sie möglicherweise auf eine gefälschte Website, die versucht, Ihre Anmeldeinformationen oder persönlichen Daten zu stehlen. In manchen Fällen kann dies auch den Download von Malware auf Ihr Gerät auslösen. Trennen Sie in diesem Fall sofort die Internetverbindung, ändern Sie Ihre Passwörter und führen Sie einen Sicherheitsscan durch.

3. Wie kann ich eine Phishing-URL melden?

Um eine Phishing-URL zu melden, klicken Sie zunächst nicht auf den Link. Gehen Sie dann wie folgt vor:

  • Melden Sie den Vorfall Ihrem E-Mail-Anbieter (Gmail, Outlook usw.) über die Option „Phishing melden“.
  • Benachrichtigen Sie die Organisation (Bank, Dienstleistungsunternehmen oder Marke), deren Identität missbraucht wurde, über deren offizielle Sicherheits- oder Missbrauchsseite.
  • Reichen Sie es bei Browsern und Sicherheitsgruppen ein, wie zum Beispiel Google Safe Browsing oder nationalen Portalen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität.
  • Informieren Sie Ihr IT- oder Sicherheitsteam, wenn die E-Mail über einen Arbeitsaccount eingegangen ist, damit dieses sie für andere sperren kann.

Das Melden von schädlichen Links hilft, andere zu schützen, indem diese schneller entfernt werden.

Snigdha Keskar
Snigdha Keskar
Snigdha Keskar ist Content Lead bei Scalefusion und spezialisiert auf Marken- und Content-Marketing. Dank ihres vielfältigen Hintergrunds in verschiedenen Branchen ist sie hervorragend darin, überzeugende Geschichten zu entwickeln, die beim Publikum Anklang finden.

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