Die Android-ID ist eine eindeutige Kennung, die vom Android-System generiert wird, um Apps und Diensten die Erkennung eines Geräts oder Benutzerprofils zu ermöglichen, ohne dabei personenbezogene Daten direkt preiszugeben. Sie wird häufig für App-Analysen, Personalisierung, Betrugsprävention, Geräteerkennung und die Verwaltung von Unternehmensgeräten verwendet. Ihr Verhalten kann jedoch je nach Android-Version, App-Signaturschlüssel, Benutzerprofil und den Bedingungen nach einem Gerätereset variieren.
Wichtige Erkenntnisse
Android ID hilft bei der Identifizierung von Android-Geräten auf Softwareebene und unterstützt gleichzeitig datenschutzbewusstes Tracking, App-Management und Workflows für Unternehmensgeräte.
- Was ist die Android-ID? Die Android-ID ist eine eindeutige 64-Bit-Kennung, die vom Android-Betriebssystem generiert wird, um Apps und Diensten die Erkennung von Geräten ohne Verwendung von Hardware-Kennungen zu ermöglichen.
- Datenschutzfreundliche Identifizierung: Im Gegensatz zu IMEI- oder Seriennummern ist die Android-ID softwarebasiert und auf neuere Android-Versionen app-bezogen, wodurch das Risiko der app-übergreifenden Verfolgung verringert wird.
- Wie es sich verändert: Das Verhalten der Android-ID variiert je nach Android-Version, Benutzerprofil, App-Signaturschlüssel und Status der Werkseinstellung. Daher sollten IT-Teams die Persistenzregeln verstehen, bevor sie die Android-ID verwenden.
- Häufige Anwendungsfälle: Entwickler und IT-Teams nutzen die Android-ID für App-Lizenzierung, Analysen, Personalisierung, Geräteregistrierung, Richtliniendurchsetzung und die Erkennung verwalteter Geräte.
- Unternehmenswert: Für UEM- und MDM-Umgebungen unterstützt Android ID die Geräteinventarisierung, das Lebenszyklusmanagement und die sichere Zugriffskontrolle, ohne auf sensiblere Hardware-Kennungen angewiesen zu sein.
Da Sicherheitsstandards zunehmend auf Datenschutz ausgerichtet sind, hat sich die Android-ID als eindeutiger Identifikator für Android-Geräte etabliert. Um Geräteerkennung und strikten Datenschutz in Einklang zu bringen, hat Google die Android-ID zu einem app-bezogenen Identifikator weiterentwickelt, der appübergreifendes Tracking verhindert. Die Android-ID löst das moderne Datenschutzproblem: Sie erkennt Geräte sicher, ohne den Schutz von Nutzerdaten zu gefährden.

Die Android-ID dient als alternative Geräte-ID, indem sie eine individuelle, softwarebasierte Identität für jedes Android-Gerät bereitstellt. Dies vereinfacht die Verwaltung und Nutzung für IT-Teams in kritischen Anwendungsfällen wie Analysen, Personalisierung und Gerätemanagement. Die Android-ID löst das Dilemma der eindeutigen Geräteerkennung, ohne Datenschutzbestimmungen zu beeinträchtigen oder die Konsistenz von Arbeitsabläufen zu stören.
Lassen Sie uns genauer betrachten, was Android ID ist, warum sie wichtig ist und welche verschiedenen Anwendungsfälle es gibt, einschließlich solcher, die mit der Geräteverwaltung über eine UEM-Lösung zusammenhängen.
Was ist die Android-ID?
Die Android-ID ist eine eindeutige 64-Bit-Zeichenkette aus alphanumerischen und hexadezimalen Zeichenketten, die vom Android-Betriebssystem beim ersten Start eines Geräts oder nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen automatisch generiert wird. Sie dient als digitaler Fingerabdruck, der Apps und Diensten hilft, Geräte voneinander zu unterscheiden. Entwickler können über die Konstante `Settings.Secure.ANDROID_ID` auf diese ID zugreifen.
Auf Betriebssystemebene ist die Android-ID ein Kernelement der Art und Weise, wie Android die Geräteidentifizierung über Apps, Dienste und Verwaltungsplattformen hinweg handhabt.
Bedeutung der Android-ID als Geräteidentifikator
Die Android-ID dient sowohl Entwicklern als auch IT-Administratoren als unverzichtbarer Ankerpunkt.
Entwicklungsseite: Entwickler können die Android-ID verwenden, um App-Installationen zu verfolgen, Lizenzen zu verwalten und aktive Benutzer zu zählen, ohne auf sensible Hardware-Details wie IMEI-Nummern zugreifen zu müssen.
Managementseite: Die Android-ID bildet die Grundlage für Geräteerkennung und Sicherheit in Unternehmensumgebungen, indem sie Sicherheitssystemen ermöglicht zu überprüfen, ob auf ein Konto oder eine App von einem erkannten Gerät aus zugegriffen wird. Sie dient als Referenzpunkt für GerätebestandLebenszyklusmanagement und sichere Zugriffskontrolle.
Änderungen in den verschiedenen Android-Versionen
Die Android-ID hat sich im Laufe der Zeit und mit verschiedenen Android-Versionen deutlich verändert. Diese Veränderungen betreffen das Verhalten und die Persistenz der ID selbst in unterschiedlichen Szenarien. Für Entwickler und IT-Teams, die diese Unternehmensgeräte verwalten, ist es daher unerlässlich, diese Veränderungen zu verstehen.
| Android Version | Android-ID-Verhalten | Persistenzregeln |
|---|---|---|
| Version 8.0 und älter | Eine einzige ID, die von allen Apps verwendet wird. | Wird nur nach Deinstallation/Neuinstallation der App zurückgesetzt. |
| Version 8.0 - 9.0 | Pro App und pro Benutzerkonto erstellt | Bleibt für dieselbe App und denselben Benutzer erhalten, bis das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird. |
| Version 10 – 12+ | Gilt pro App nur für einzelne Benutzerprofile | Bleibt nur für dieselbe App-Installation durch denselben Benutzer erhalten; andernfalls wird es neu generiert. |
| Mehrbenutzer | Jedem Benutzer wird eine eindeutige Android-ID zugewiesen. | Die ID wird aus keinem Grund profilübergreifend geteilt. |
| Rücksetzen auf Werkseinstellung | Die ID wird zurückgesetzt und neu generiert, ohne dass es zu einem Fehler kommt. | Erstellt beim ersten Neustart nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen eine neue, eindeutige ID. |
Android-ID vs. IMEI vs. Seriennummer
Obwohl die Android-ID dieselbe Kernfunktion der Identifizierung bietet, unterscheidet sie sich grundlegend von anderen Geräte-IDs wie IMEI und Seriennummer. Sie alle dienen unterschiedlichen Zwecken, bergen unterschiedliche Datenschutzrisiken und unterliegen jeweils eigenen Zugriffsbeschränkungen.
Android-ID vs. IMEI
Die International Mobile Equipment Identity (IMEI) ist eine hardwaregebundene Kennung, die auf Modemebene in ein Gerät eingebettet ist. Sie identifiziert physische Geräte netzwerkübergreifend eindeutig. Der Zugriff darauf erfordert die Berechtigung READ_PHONE_STATE, wodurch die Einhaltung von Nutzereinwilligung und Datenschutzbestimmungen verbessert wird.
Die Android-ID hingegen ist eine softwaregenerierte Kennung, die beim ersten Start eines Android-Geräts erstellt und für Geräte mit modernen Betriebssystemversionen pro App und Benutzer verwendet wird. Sie kann über Settings.Secure.ANDROID_ID abgerufen werden, ohne dass Telefonieberechtigungen erforderlich sind. Dadurch ist sie in Szenarien leichter zugänglich, in denen die Ermittlung der IMEI-Nummer nicht möglich ist.
Android-ID vs. Seriennummer
Die Seriennummer ist eine vom Hersteller definierte, hardwareseitige Kennung, die in ein Gerät eingraviert ist. Sie diente früher als vertrauenswürdige Geräteidentifikation, doch der Zugriff darauf ist mit neueren Android-Versionen zunehmend eingeschränkt. Auf Geräten mit Android 10 und höher ist der direkte Zugriff auf Seriennummern auf System-Apps und privilegierte Geräteverwaltungslösungen beschränkt.
Im Gegensatz dazu bleibt die Android-ID für die Anwendungsschicht stets zugänglich, ohne dass Laufzeitberechtigungen erforderlich sind. Dies bietet Entwicklern, IT-Teams und UEM-Anbietern einen zuverlässigeren, vorhersehbareren und sichereren Identifikator.
Anwendungsfälle der Android-ID
Die Vielseitigkeit der Android-ID als Identifikator macht sie zur idealen Wahl für Entwickler und IT-Administratoren, die eine Software-ID für verwaltete Geräte benötigen. Hier einige wichtige Anwendungsfälle der Android-ID:
1. Lizenzierung und DRM
Mithilfe der Android-ID können Apps mit abonnementbasiertem Zugriff Lizenzen und Inhalte an die persistente Android-ID der App und des Nutzers binden. Dies beugt Lizenzmissbrauch, Inhaltsduplizierung und unautorisierter Weitergabe vor.
2. Analysen
Da die Android-ID auf eine App beschränkt ist, kann sie als anonyme Geräte-ID verwendet werden, um Telemetriedaten zu erfassen und Kennzahlen auf Geräteebene zu messen, wie z. B. Nutzungsstatistiken oder die Akzeptanz neuer Funktionen, ohne dabei auf die persönlichen Daten des Nutzers zuzugreifen.
3. App-Personalisierung
Bestimmte Faktoren, wie Einstellungen, Präferenzen oder zwischengespeicherte Daten, können mit einer bestimmten Android-ID verknüpft werden, wodurch sichergestellt wird, dass das Benutzererlebnis über mehrere Sitzungen hinweg konsistent bleibt, ohne dass ständige Neuanmeldungen erforderlich sind.
4. Geräteregistrierung
UEM Plattformen können die Android-ID nutzen, um Geräte im verwalteten System zu registrieren und einzubinden. Dies funktioniert auch für BYOD-Geräte und Geräte, die nicht für Kiosksysteme vorgesehen sind.
5. Durchsetzung von Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen
Die Android-ID ermöglicht IT-Administratoren die Anwendung von Richtlinien auf Tausende von Endgeräten gleichzeitig, wobei die Kontrolle über jedes einzelne Gerät erhalten bleibt und Probleme bei einzelnen Endgeräten erkannt werden. Dadurch lassen sich Zugriffsbeschränkungen basierend auf der Geräte-ID einfach durchsetzen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Geräte auf sensible Daten zugreifen können.
Zum Abschluss
Die Android-ID fungiert als Bindeglied zwischen Apps und Nutzerprofilen mit ihren individuellen Einstellungen und Daten auf Softwareebene anstatt auf Hardwareebene, die zunehmend angreifbar geworden ist. Mithilfe der Android-ID können IT-Administratoren Geräte verwalten und Inhalts- und Datenrichtlinien individuell an jeden Nutzer anpassen, ohne dessen Privatsphäre zu verletzen.
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Häufig gestellte Fragen
1. Was ist eine Android-ID und warum ist sie wichtig?
Die Android-ID ist eine eindeutige 64-Bit-Zeichenkette aus alphanumerischen und hexadezimalen Zeichenketten, die automatisch vom Android-Betriebssystem generiert wird und als digitaler Fingerabdruck dient, um Apps und Diensten zu helfen, ein Gerät vom anderen zu unterscheiden.
2. Ist die Android-ID dasselbe wie die IMEI?
Nein, Android-ID und IMEI sind völlig unterschiedlich. Beide dienen zwar der Geräteidentifizierung, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke und funktionieren anders. Die IMEI ist eine permanente, 15-stellige, weltweit eindeutige Nummer, die der Hardware Ihres Telefons im Werk zugewiesen wird und von Mobilfunknetzen zur Identifizierung Ihres Geräts für Anrufe, SMS und mobile Daten verwendet wird.
Die Android-ID ist eine 64-Bit-Hexadezimalzeichenfolge, die vom Android-Betriebssystem beim ersten Start eines Geräts nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen automatisch generiert wird. Sie dient dem Software-Ökosystem zur Identifizierung Ihres Geräts für Lizenzierungs- und Nachverfolgungszwecke, ohne dabei dauerhafte Hardware-Details preiszugeben. Die ID ist nicht permanent und kann sich nach einem vollständigen Zurücksetzen auf Werkseinstellungen ändern.
3. Ist die Android-ID auf allen Android-Geräten eindeutig?
Nein, die Android-ID ist nicht global auf allen Android-Geräten eindeutig. Seit Android 8.0 (API-Level 26) hat Google das Verhalten der Android-ID geändert, um den Datenschutz zu verbessern. Anstatt eine globale ID für das gesamte Gerät zu generieren, erstellt das Betriebssystem eine ID basierend auf drei Faktoren: dem Gerät selbst, dem spezifischen Nutzerprofil auf dem Gerät und dem Signaturschlüssel der App.
4. Können Benutzer eine Android-ID ändern oder neu generieren?
Ja, Nutzer können ihre Android-ID ändern oder neu generieren, dies ist jedoch nicht direkt über einen einfachen Schalter im Standard-Einstellungsmenü möglich. Eine Änderung erfordert bestimmte Aktionen, die das System veranlassen, die bestehende Kennung zu löschen oder zu überschreiben, wie beispielsweise das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder die Deinstallation und Neuinstallation der App.
5. Können Enterprise-Mobility-Lösungen die Android-ID nutzen?
Ja, Enterprise Mobility-Lösungen und Unified Endpoint Management (UEM)-Lösungen können die Android-ID nutzen und sie als Geräteidentifikator für die unternehmensweite Nachverfolgung verwenden.
6. Wie finde ich die Android-ID?
Die Android-ID kann programmatisch über die Android-APIs abgerufen oder über eine Mobile-Device-Management-Lösung (MDM) für verwaltete Geräte angezeigt werden. Sie dient der Identifizierung eines Geräts für App-Management, Sicherheit und administrative Zwecke, ohne auf Hardware-Kennungen angewiesen zu sein.


