Häufige Sicherheitsrisiken bei der Fernarbeit und bewährte Methoden im Jahr 2025

Veröffentlicht 28. Juni 2024 by Abhinandan Ghosh in Remote Management

Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert und die Verbreitung von Telearbeit beschleunigt. Auch nach der Pandemie setzen viele Unternehmen weiterhin auf mobile oder hybride Arbeitsmodelle. Im Jahr 2024 gaben rund 37 % der US-amerikanischen Jobsuchenden an, an vollständig mobilen Stellen interessiert zu sein, und viele Arbeitnehmer wären bereit, für die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, einen geringfügigen Gehaltsverzicht in Kauf zu nehmen.

Während das Arbeiten von zu Hause oder von praktisch überall für Angestellte viele Vorteile bietet, stellt es IT-Teams und Cybersicherheitsexperten aufgrund der zahlreichen Sicherheitsrisiken, die mit der Fernarbeit einhergehen, vor erhebliche Herausforderungen. Berichten zufolge ist zudem mit einem deutlichen Anstieg versuchter Cyberangriffe zu rechnen, der bis 2023 104 % erreichen soll. 

Sicherheitsrisiken und bewährte Methoden bei der Fernarbeit

In diesem Blog untersuchen wir die größten Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Fernarbeit und empfehlen Unternehmen Best Practices zur Minderung dieser Risiken.

Häufige Sicherheitsrisiken bei der Fernarbeit

Ob Sie von einem entfernten Standort aus arbeiten oder eine Kombination aus Remote-, Hybrid- und Büroarbeit, verschiedene Situationen können das Risiko Ihres Unternehmens für Cyberangriffe erhöhen und Datenverstöße.

Nachfolgend sind einige der wichtigsten Cybersicherheitsbedrohungen aufgeführt, die mit einem Remote work Struktur:

1. Erhöhte Angriffsmöglichkeiten

Da immer mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, steigt das Potenzial für Cyberangriffe auf Unternehmen. Dieser Anstieg ist auf die Zunahme von Endgeräten, ungesicherter Hardware und anfälligen Netzwerkverbindungen zurückzuführen.

2. Verwaltung von Geräten

Remote-Mitarbeiter sind oft ihre persönlichen Geräte verwenden um auf vertrauliche Geschäftsinformationen zuzugreifen. Diese ungeschützten Geräte stellen ein erhebliches Risiko für die Cybersicherheit dar. Ohne ordnungsgemäßes Gerätemanagement haben Unternehmen möglicherweise Schwierigkeiten, die für Datenschutzverletzungen verantwortlichen Geräte zu identifizieren.

3. Mangelnde Transparenz bei Remote-Aktivitäten

Überwachung der digitale Fußabdrücke von Remote-Mitarbeitern ist eine große Herausforderung. Ohne das Wissen des IT-Teams kann ein Mitarbeiter unwissentlich schädliche Software herunterladen oder auf unsichere Websites zugreifen und so vertrauliche Unternehmensinformationen Sicherheitsbedrohungen aussetzen.

4. Unbefugter Zugriff

Unzureichend gesicherte Systeme können unbefugten Benutzern den Zugriff ermöglichen. Hacker können Softwareschwachstellen ausnutzen oder schwache Passwörter erraten, um in das System einzudringen.

5. Phishing-Betrug

Phishing-Angriffe gehören zu den häufigsten Cybergefahren für Remote-Mitarbeiter. Angreifer geben sich oft als glaubwürdige Quellen aus, in der Regel per E-Mail, um Opfer zu täuschen und sie dazu zu bringen, ihre Anmeldedaten oder andere vertrauliche Informationen preiszugeben. Diese Daten werden dann verwendet, um auf Konten zuzugreifen und böswillige Aktionen durchzuführen.

Beispielsweise könnte ein Hacker einen Mitarbeiter dazu verleiten, seine Kontoinformationen preiszugeben, indem er ihm eine E-Mail sendet, die scheinbar von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Mit BetrugserkennungssoftwareUnternehmen können Anomalien im E-Mail-Verkehr erkennen und potenziell schädliche Nachrichten melden, bevor Mitarbeiter Opfer von Betrug werden. Der Link führt sie auf eine gefälschte Anmeldeseite, die darauf abzielt, ihre Anmeldedaten zu stehlen. Bei raffinierteren Phishing-Angriffen verwenden Betrüger schädliche Skripte, um gefälschte Websites seriöser erscheinen zu lassen und so das Betrugsrisiko zu erhöhen.

Um diesen Risiken zu begegnen, müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter über die Risiken von Phishing schulen und E-Mail-Filtertools installieren, um verdächtige E-Mails zu identifizieren und zu verhindern. Darüber hinaus sollten regelmäßige Sicherheitsbewuss-tseinstraining Sitzungen können die Abwehr des Unternehmens gegen Cyberbedrohungen erheblich stärken.

Wie trägt UEM zur Cybersicherheit bei der Remote-Arbeit bei?

Wie bereits erwähnt, hat die Arbeit im Homeoffice die Möglichkeiten für Cyberangriffe erweitert. Dieser neue Ansatz hat die Abhängigkeit von IT-Infrastruktur und Kommunikationstechnologien erhöht, die von Cyberbedrohungen ausgenutzt werden können. Phishing-Betrug, Datenlecks und Ransomware-Angriffe kommen immer häufiger vor. Darüber hinaus verschärft die zunehmende Nutzung privater Geräte und unsicherer Netzwerke in Remote-Arbeitsumgebungen diese Gefahren.

Die Implementierung von Unified Endpoint Management (UEM) gilt als eine der effizientesten Methoden, um die mit der Remote-Arbeit verbundenen Sicherheitsrisiken zu reduzieren. 

UEM ist eine produktive und taktische Antwort auf alle Sicherheitsherausforderungen der Remote-Arbeit. Es kombiniert die Eigenschaften traditioneller mobiler Managementlösungen, wie Mobile Geräteverwaltung (MDM), zur Verwaltung von Endbenutzergeräten vor Ort und an entfernten Standorten.

Durch den Einsatz von UEM können IT-Teams verschiedene Geräte innerhalb der Organisation überwachen und schützen, darunter PCs, Smartphones, Tablets, Laptops und Wearables, unabhängig von ihrem Standort oder Betriebssystem. Dies erhöht die Sicherheit und steigert die Produktivität für Unternehmen, die Richtlinien für Remote-Arbeit unterstützen.

10 bewährte Sicherheitspraktiken für Remote-Arbeit in Unternehmen

Hier sind einige bewährte Best Practices für die Sicherheit bei der Remote-Arbeit: 

1. Verwenden Sie eine robuste Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für Sicherheitsmaßnahmen

Hinzufügen Mehrfaktorauthentifizierung verbessert die Sicherheit der Konten Ihrer Mitarbeiter. MFA erfordert mehrere Verifizierungsmethoden, die über ein bloßes Passwort hinausgehen, wodurch das Risiko eines unbefugten Zugriffs erheblich reduziert wird. Diese Methoden können ein Passwort, einen Geheimcode, ein Sicherheitstoken oder eine biometrische Verifizierung wie einen Fingerabdruck umfassen.

Um MFA effektiv einzusetzen, kann eine MDM- oder UEM-Lösung eingesetzt werden. Diese Tools erzwingen MFA auf allen Benutzergeräten, einschließlich Desktops und Smartphones, und stellen sicher, dass nur autorisierte Benutzer auf die vertraulichen Ressourcen des Unternehmens zugreifen können.

2. Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Passwörter durch

Die Implementierung einer starken Passwortrichtlinie ist eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen Best Practices für die Remote-Arbeit. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, für alle Systeme komplexe, eindeutige Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern.

Eine MDM- oder UEM-Lösung kann dabei helfen, starke Passwortrichtlinien durchzusetzen, indem sie von den Mitarbeitern die Verwendung komplexer Passwörter verlangt, die den Sicherheitsstandards der Organisation entsprechen. Diese Tools stellen auch sicher, dass Passwörter regelmäßig aktualisiert werden, und tragen so dazu bei, Cyber-Bedrohungen durch schwache Passwörter zu mindern.

3. Sichern Sie Remote-Geräte mit MDM

Die Überwachung des Sicherheitsstatus aller digitalen Geräte, die für die Remote-Arbeit verwendet werden, ist entscheidend. MDM dient als zentrale Anlaufstelle für die Sicherung und Verwaltung aller Remote-Geräte, einschließlich Desktops, Laptops, Smartphones und Tablets. Es ist wichtig, Identitätsprüfung in Sicherheitsprotokolle für Remote-Arbeit.

Zum Beispiel in einer Webdesign-Unternehmen, Mitarbeiter verwenden oft unterschiedliche Geräte für Design, Codierung und Kundenkommunikation. In diesem Fall ermöglicht MDM Ihrem IT-Team, konsistente Sicherheitseinstellungen auf allen Geräten durchzusetzen, sicherzustellen, dass aktuelle Software Schwachstellen reduziert, und kompromittierte Geräte aus der Ferne zu löschen, um vertrauliche Daten bei Verlust oder Diebstahl zu schützen. 

Dies ist besonders vorteilhaft, wenn Mitarbeiter ihre privaten Geräte für die Arbeit nutzen, da so eine zusätzliche Sicherheitsebene zum Schutz der Unternehmensdaten geschaffen wird. Für mehr Kontrolle und Datenschutz setzen viele Unternehmen auf … virtuelle Desktop-Infrastruktur, wodurch Remote-Mitarbeiter von jedem Gerät aus sicher auf eine zentrale Desktop-Umgebung zugreifen können.

GPU-gestützte Cloud-VDI mit vGPU-Beschleunigung ist besonders vorteilhaft für Organisationen, die komplexe BIM-Workloads in Anwendungen wie beispielsweise Autodesk Revit, wo Leistungsanforderungen und zentrale Datensicherheit gleichermaßen wichtig sind.

4. Systeme regelmäßig aktualisieren und patchen

Für die Sicherheit ist es unerlässlich, alle Geräte, Software und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand zu halten. Cyberkriminelle nutzen häufig Schwachstellen in veralteter Software aus. Regelmäßige Updates und Patches sind daher für die Abwehr von Angriffen unerlässlich.

Eine effektive Patch-Management-System stellt sicher, dass alle Systeme zeitnah und gründlich aktualisiert werden. MDM- und UEM-Lösungen können den Aktualisierungs- und Patchprozess automatisieren und so sicherstellen, dass alle Geräte die neuesten Sicherheitsupdates erhalten.

5. Fördern Sie sichere und verschlüsselte WLAN-Verbindungen

Remote-Mitarbeiter stehen häufig vor der Herausforderung, über offene und ungesicherte Verbindungen auf vertrauliche Unternehmensdaten zuzugreifen. Öffentliche WLAN-Netzwerke sind für Cyberkriminelle besonders anfällig, da Unternehmensdaten beim Transport zwischen dem ungesicherten Server und dem Gerät des Benutzers anfällig für Hackerangriffe sind.

Um dieses Risiko zu verringern, ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, Virtual Private Network (VPN) Beim Fernzugriff auf Unternehmensdaten wird die Kommunikation über eine UEM-Lösung verwaltet. Dadurch wird sichergestellt, dass die gesamte Kommunikation sicher verschlüsselt ist, was die Gefahr des Abfangens von Daten erheblich verringert.

6. Aktivieren Sie die Remote-Löschfunktionen

Stellen Sie sich ein verloren gegangenes oder gestohlenes Gerät vor, auf dem sich wichtige Unternehmensdaten befinden. In solchen Situationen fungieren die von MDM- oder UEM-Plattformen bereitgestellten Remote-Löschfunktionen als virtueller Feuerlöscher.

Mit dieser Funktion können IT-Administratoren alle Daten aus der Ferne vom infizierten Gerät löschen und so unbefugten Zugriff und potenzielle Datenlecks verhindern. Dies ist eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme für jedes Unternehmen mit Remote-Mitarbeitern, die private Geräte für die Arbeit verwenden.

7. Machen Sie regelmäßig Backups

Die regelmäßige Sicherung von Daten an einem externen und hochsicheren Ort ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme für die Fernarbeit. Diese Maßnahme hilft, Datenverlust im Falle eines Cyberangriffs zu verhindern. Viele Unternehmen bevorzugen unveränderliche Backups, die nicht gelöscht oder verändert werden können.

Stellen Sie sicher, dass Sie über robuste Backup-Prozesse für alle wertvollen Daten und Ressourcen Ihres Unternehmens verfügen. Sichern Sie diese Backups außerdem, um zu verhindern, dass sie zum Ziel von Hackern werden.

8. Beschränken Sie die Zugriffsrechte

Viele Unternehmen setzen die Prinzip der geringsten Privilegien (PoLP) Richtlinie, die zu den besten Vorgehensweisen für das Zugriffsmanagement gehört – auch bei der Verwaltung von Mitarbeitern, die über eingetragener Arbeitgeber Dienste in verschiedenen Ländern. Diese Richtlinie minimiert die Gefährdung jedes Benutzers durch vertrauliche Teile des Netzwerks, indem sie ihm nur Zugriff auf die für seine Arbeit erforderlichen Informationen und Systeme gewährt.

UEM-Lösungen bieten rollenbasierte Zugriffskontrolle, indem Rollen und Berechtigungen klar definiert werden. Dies erhöht die Sicherheit und verbessert die Compliance, indem sichergestellt wird, dass der Zugriff auf das für die Rolle jedes Mitarbeiters Wesentliche beschränkt ist.

9. Verbessern Sie die Dateneingabe mit APIs zur automatischen Adressvervollständigung

Die Verwendung von APIs zur automatischen Adressvervollständigung kann die Sicherheit und Effizienz verbessern in Remote work Diese APIs optimieren den Dateneingabeprozess durch die Bereitstellung von Adressvorschlägen in Echtzeit, wodurch die Fehlerwahrscheinlichkeit verringert und eine genaue Datenerfassung gewährleistet wird. 

Durch die Minimierung manueller Eingaben verringern sie die Wahrscheinlichkeit von Datenlecks durch falsche Informationseingaben. Darüber hinaus verbessern genaue Adressdaten Logistik und Kommunikation und fördern einen reibungslosen Arbeitsablauf für Remote-Teams.

10. Netzwerkverkehr überwachen und verwalten

Remote-Mitarbeiter stellen von verschiedenen Geräten und Standorten aus eine Verbindung zu Unternehmensnetzwerken her. Daher ist die Überwachung und Verwaltung des Netzwerkverkehrs für die Cybersicherheit von entscheidender Bedeutung.

UEM-Lösungen kann dabei helfen, den Netzwerkverkehr zu und von Remote-Geräten innerhalb der Netzwerkinfrastruktur einer Organisation zu regulieren. Durch die Überwachung von Netzwerkverkehrsmustern können diese Lösungen Inkonsistenzen identifizieren, die auf potenzielle Sicherheitsbedrohungen hinweisen können, wie z. B. ungewöhnliche Datenübertragungsvolumina, nicht autorisierte Zugriffsversuche oder verdächtige Interaktionsmuster, die vom normalen Verhalten abweichen.

11. Bieten Sie umfassende Schulungen zum Thema Sicherheitsbewusstsein an

Angesichts der Tatsache, dass viele Cyberangriffe über ahnungslose Mitarbeiter in Unternehmen eindringen, ist es von entscheidender Bedeutung, Remote-Mitarbeiter mit den Fähigkeiten und der Unterstützung auszustatten, die sie benötigen, um die erste Verteidigungslinie zu bilden.

Regelmäßige und fortlaufende Sicherheitsschulungen, unterstützt durch gute Mentoring-SoftwareDies hilft Mitarbeitern, potenzielle Bedrohungen wie ungesicherte Websites und Phishing-E-Mails zu verstehen, zu erkennen und zu vermeiden. Indem Mitarbeiter über die neuesten Bedrohungen informiert werden, können sie ihr Bewusstsein und ihre Wachsamkeit stärken. Darüber hinaus Durchführung simulierter Phishing-Übungen können Beispiele aus der Praxis liefern, worauf man achten sollte, und so ihre Fähigkeit zum Schutz vor Cyberbedrohungen weiter stärken.

Sicheres Arbeiten aus der Ferne mit Scalefusion

Die zunehmende Verbreitung von Remote-Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit einer robusten Cybersicherheitsstrategie. Remote-Arbeitsplätze bringen verschiedene Schwachstellen mit sich, die Hacker ausnutzen können, was möglicherweise zu erheblichen Datenlecks führt.

Unternehmen müssen die potenziellen Sicherheitsrisiken verstehen, die mit der Fernarbeit verbunden sind, und strenge Maßnahmen zum Schutz ihrer vertraulichen Daten ergreifen. Letztendlich hängt die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen eines Unternehmens heutzutage von seiner Fähigkeit ab, sich anzupassen, Innovationen zu entwickeln und der sich entwickelnden Bedrohung durch Cyberkriminalität konsequent zu begegnen.

Eine MDM- oder UEM-Lösung wie Scalefusion bietet umfassende Funktionen zur Sicherung von Unternehmensdaten auf Geräten oder Endgeräten, unabhängig von deren Standort. Sprechen Sie mit unseren Experten und vereinbaren Sie eine Live-Demo.

Abhinandan Ghosh
Abhinandan Ghosh
Abhinandan ist Senior Content Editor bei Scalefusion, ein Fan aller technischen Dinge und liebt kulinarische und musikalische Expeditionen. Mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung glaubt er daran, den Lesern vollendete, aufschlussreiche Inhalte zu liefern.

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