Workforce Identity and Access Management (WIAM): Was es ist und warum Sie es brauchen

Veröffentlicht Juli 28, 2026 by Atishay Jain in Identität & Zugang
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Wenn Mitarbeiter neu ins Unternehmen eintreten, ihre Rolle wechseln, remote arbeiten oder das Unternehmen verlassen, benötigen IT-Teams Identitäts- und Zugriffsrichtlinien, um diese Änderungen zu berücksichtigen. Workforce IAM unterstützt IT-Administratoren dabei, den Zugriff auf Geschäftsanwendungen und -daten zu steuern, die richtigen Authentifizierungsanforderungen anzuwenden und die Zugriffsrechte bei Änderungen von Benutzern und Geräten stets aktuell zu halten.

Personalidentitäts- und Zugriffsmanagement

Herkömmliche Sicherheitsmodelle für Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM), die für statische, netzwerkbasierte Perimeter entwickelt wurden, können mit der modernen, grenzenlosen Arbeitswelt nicht mehr mithalten und erfordern daher den Einsatz fortschrittlicher Identitätslösungen. Um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen, benötigen Unternehmen dynamische IAM-Plattformen, die die Identität der Mitarbeiter mit kontextbezogener, risikoadaptiver Zugriffskontrolle integrieren.

In diesem Sinne wollen wir uns nun genauer damit befassen, was Workforce IAM ist, welche Schlüsselkomponenten es gibt und wie es Ihnen helfen kann, Ihre Belegschaft weltweit effektiver zu verwalten. 

Was ist Workforce Identity and Access Management (WIAM)?

Workforce IAM ist ein Sicherheitsframework, das digitale Identitäten verwaltet und kontrolliert, worauf interne Benutzer wie Mitarbeiter, Auftragnehmer und Partner innerhalb eines Unternehmens Zugriff haben. 

Unter dem gleichen Dach wie traditionelle Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM)Workforce IAM funktioniert nach denselben Prinzipien: Es stellt sicher, dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit aus den richtigen Gründen Zugriff auf die richtigen Ressourcen haben. Es bildet die Basis der internen Zugriffskontrolle eines Unternehmens und unterstützt dieses bei der Verwaltung und Sicherung der digitalen Identitäten seiner Mitarbeiter.

Zugriffsmanagement ist entscheidend, nicht nur um sensible Daten und Systeme zu schützen, sondern auch um die Produktivität aufrechtzuerhalten. Bei effektiver Implementierung stellt das Workforce IAM sicher, dass die richtigen Personen schnell und sicher auf die benötigten Ressourcen zugreifen können, während unautorisierte und riskante Zugriffsversuche blockiert oder unterbunden werden.

Schlüsselkomponenten des Workforce IAM

Workforce IAM umfasst bestimmte Schlüsselkomponenten, die es zum Rückgrat der IT-Infrastruktur machen. Zu diesen Komponenten gehören: 

  • Einmaliges Anmelden (SSO):  Eine sichere Zugriffsmethode für Mitarbeiter, die nur einen einzigen Satz von Anmeldeinformationen benötigt, um auf mehrere Systeme zugreifen zu können.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Eine zusätzliche Sicherheitsebene, die über ein Passwort hinausgehende Verifizierungsschritte erfordert.
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC): Individuelle Richtliniendurchsetzung, die es Mitarbeitern ermöglicht, nur auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten und Anwendungen zuzugreifen.
  • Lebenszyklusverwaltung: Automatisierung von Prozessen wie dem Onboarding von Mitarbeitern, der Aktualisierung von Zugriffsrechten bei Rollenänderungen und der Deaktivierung von Konten beim Ausscheiden eines Mitarbeiters.
  • Zero-Trust-Architektur:  Ein kontextbasiertes Sicherheitsmodell in Echtzeit, bei dem keinem Benutzer oder Gerät automatisch vertraut wird und eine kontinuierliche Überprüfung erforderlich ist.

Vorteile der Implementierung einer Workforce IAM-Lösung

Workforce IAM bietet zahlreiche operative und sicherheitsrelevante Vorteile, die sich erheblich auf den täglichen Betrieb und die Arbeitsabläufe der gesamten Organisation auswirken. Dazu gehören:  

  • Verbesserte Sicherheitslage: Verringert die Angriffsfläche durch Zentralisierung der Authentifizierung und Durchsetzung von MFAund die Anpassung der Zugriffsrichtlinien an die Benutzerrollen und den Gerätekontext.
  • Vereinfachte Einhaltung der Vorschriften: Automatisiert die Durchsetzung von Zugriffsrichtlinien und vereinfacht Audits durch Standardisierung von Zugriffsentscheidungen und Pflege von Aktivitätsaufzeichnungen über Identitäts-Workflows hinweg.
  • Bessere Benutzererfahrung: Bietet Mitarbeitern ein optimiertes Anmeldeerlebnis durch SSO, was zu einer höheren Effizienz führt und durch eine robuste MFA zur Sicherung des Zugriffs und der Daten unterstützt wird.
  • Kosteneffektivität: Reduziert den IT-Aufwand durch Minimierung von Passwortzurücksetzungsanfragen. SSO und die Automatisierung von Zugriffsaktualisierungen durch Lebenszyklus-Workflows.
  • Zentralisierte Sichtbarkeit: Bietet Einblicke und einen Überblick über alle Endpunkte und verschiedene Plattformen hinweg über ein zentrales Dashboard und gewährleistet so eine einheitliche Durchsetzung von Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen.
  • Zero-Touch-Bereitstellung: Automatisiert die Kontoerstellung, -änderungen und die Zugriffsentfernung während des Onboardings, bei Transfers während des laufenden Zyklus und beim Offboarding.
  • Flexible Skalierbarkeit: Lässt sich problemlos skalieren, um neue Mitarbeiter, Auftragnehmer und SaaS-Anwendungen aufzunehmen, ohne die allgemeine Sicherheitslage zu beeinträchtigen.

Unterschied zwischen Kundenidentität und Mitarbeiteridentitätsmanagement

Obwohl beide Systeme die Sicherheit von Benutzeridentitäten gewährleisten sollen, liegt der Hauptunterschied zwischen Customer Identity and Access Management (CIAM) und WIAM darin, wem die Identitäten gehören. Ein kurzer Überblick über die Unterschiede folgt:

FunktionCIAMWIAM
Für wen ist dasKunden und externe NutzerMitarbeiter, Auftragnehmer und interne Benutzer
Operative PrioritätKundenregistrierung und BenutzererfahrungMitarbeiter-Onboarding/Offboarding und Zugriffsverwaltung
AuthentifizierungsebenenSoziale Anmeldungen, passwortlose Anmeldungen, MFA und SSOPasskeys, MFA, SSO, Zero Trust und rollenbasierte Zugriffskontrolle
ZugriffsberechtigungenFür Kundenportale, E-Commerce-Seiten und öffentlich nutzbare AppsFür interne Tools, Datenbanken und Cloud-Dienste
SicherheitsfokusBetrugsprävention und DatenschutzZero-Trust-Sicherheit, Schutz vor Insiderbedrohungen und Standards zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
ErfolgsmetrikHöhere Konversionsraten, geringere Anmeldehürden, bessere KundenbindungWeniger Zugriffsverletzungen, schnellere Einrichtung/Abmeldung, weniger inaktive Konten

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Workforce IAM hat sich als unverzichtbarer Bestandteil der IT-Struktur von Unternehmen etabliert, ist aber nicht statisch und entwickelt sich mit neuen Trends stetig weiter. Angesichts von Remote-Arbeit, KI und der zunehmenden Komplexität digitaler Bedrohungen steht die Identität eindeutig im Mittelpunkt aller Sicherheitsmaßnahmen. 

Scalefusion OneIdP OneIdP unterstützt Unternehmen bei der Zentralisierung von Identitäts- und Zugriffsworkflows, die mit der Identitätsquelle verknüpft sind. Für Teams, die einen Zero-Trust-Ansatz verfolgen, hilft OneIdP bei der Bewertung des Zugriffs anhand der Identität und des Gerätekontexts, sodass Zugriffsrichtlinien den Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Häufig gestellte Fragen

1. Welche Herausforderungen im Bereich der Mitarbeiteridentität stellen sich IT-Teams in Unternehmen häufig?

Zu den größten Herausforderungen im Bereich der Mitarbeiteridentität zählen die unkontrollierte Ausbreitung von Identitäten, Lücken im Lebenszyklusmanagement und die Integration veralteter Systeme. Diese Probleme erschweren die Sicherheit in modernen hybriden Arbeitsumgebungen und können zu Systemschwachstellen führen. 

2. Warum ist Workforce IAM wichtig?

Workforce IAM ist wichtig, da es dazu beiträgt, die Angriffsfläche einer hybriden Belegschaft zu verringern, Unternehmensdaten zu schützen, die Bereitstellung und Entzug von Berechtigungen zu automatisieren und die Effizienz durch optimiertes Zugriffsmanagement zu steigern. 

3. Unterstützt Workforce IAM die Zero-Trust-Sicherheit? 

Ja, Workforce IAM unterstützt Zero-Trust-Sicherheit maßgeblich, indem es traditionelle Netzwerkperimeter durch Identitäten als neue Sicherheitsgrenze ersetzt. Dies ermöglicht Zero-Trust-Prinzipien wie kontinuierliche Verifizierung, Durchsetzung des Prinzips der minimalen Berechtigungen und Segmentierung des Zugriffs. 

4. Warum kann ich meine Workforce-IAM-Lösung nicht für Partner und Lieferanten verwenden?

Workforce-IAM-Tools eignen sich nicht für die Verwaltung von Partner- und Lieferantenidentitäten, da ihnen die für externe Ökosysteme erforderliche Flexibilität fehlt. Workforce-IAM unterstützt weder Mandantenfähigkeit, delegierte Administration, mandantenübergreifende Flexibilität noch externe Lebenszykluskontrollen, wodurch es für die Verwaltung dynamischer Partnerzugriffe in großem Umfang ungeeignet ist.

5. Kann die Identität der Belegschaft die Bereitschaft zur Einhaltung von Vorschriften verbessern?

Ja, Systeme zur Mitarbeiteridentitätsverwaltung verbessern die Compliance-Bereitschaft erheblich, indem sie Prüfprotokolle automatisieren, das Prinzip der minimalen Berechtigungen durchsetzen und Zugriffsüberprüfungen optimieren. Diese Funktionen entsprechen direkt wichtigen regulatorischen Standards wie SOC 2, HIPAA und DSGVO.

Atishay Jain
Atishay Jain
Atishay arbeitet als Content-Writer bei Scalefusion und erweckt Ideen mit Worten zum Leben. Seine Leidenschaft fürs Schreiben und seine Liebe zu Videospielen führen dazu, dass man ihn früher oder später immer wieder vor einem Bildschirm antrifft.

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